Kernspintomographie

Methode

Die Kernspintomographie verwendet keine Röntgenstrahlen und ist (bei normaler Anwendung in den Vorgaben der Europäischen Normen) nebenwirkungsfrei. Die Untersuchung erfolgt in einem starken Magnetfeld. Mittels Radiowellen werden darin schwache Signale im Körper erzeugt, die durch Spulen (= Antennen) aufgefangen und im Computer zu Querschnittsbildern des menschlichen Körpers verarbeitet werden. Dabei kann man, anders als im normalen Röntgen, vor allem die Weichgewebe des Körpers hervorragend darstellen.

Durch unterschiedliche Arten der Bilderzeugung können die verschiedenen Gewebe und Organe des Körpers, wie Muskel- und Fettgewebe, Hirn, Leber, innere Organe, Knorpel, Bänder und Sehnen usw. dargestellt und voneinander unterschieden werden. Dabei können auch schon geringe krankhafte Veränderungen dargestellt werden, die mit keinem anderen bildgebenden Untersuchungsverfahren nachweisbar sind.

Bei einigen Untersuchungen ist es notwendig, ein Kontrastmittel in eine Armvene zu spritzen. Dieses Kontrastmittel (Gadolinium) ist sehr gut verträglich und ebenfalls nahezu nebenwirkungsfrei. Nur in sehr seltenen Fällen reagiert ein Patient allergisch. Diese seltenen Reaktionen zeigen sich in Hautrötungen und Juckreiz, evtl. auch leichte Übelkeit direkt nach der Untersuchung. Die Reaktion ist nicht schwerwiegend und kann, falls notwendig, mit Medikamenten gut behandelt werden. Schwerwiegende Unverträglichkeiten sind außerordentlich selten. Das Kontrastmittel verteilt sich sehr rasch im Blutkreislauf, ist nicht radioaktiv und wird innerhalb weniger Stunden mit dem Urin vollständig aus Ihrem Körper ausgeschieden.

Vorteile

Die Kernspintomographie kann nebenwirkungsfrei und ohne Röntgenstrahlung sehr gut die Weichteile des Körpers, wie z.B. das Gehirn, innere Organe (nicht die so genannten Hohlorgane wie Magen oder Darm!) oder die Gelenke und die Wirbelsäule darstellen. Auch die Blutgefäße lassen sich sehr gut abbilden.

Einschränkungen

Die Untersuchung kann nicht durchgeführt werden, wenn Herzschrittmacher oder andere elektronische Geräte eingesetzt sind oder nur nach vorheriger Absprache, wenn man Metallteile (Clips; Splitter) im Auge oder im Gehirn hat (z.B. nach Operationen). Wir werden Sie daher vor der Untersuchung befragen nach:

  • Herzschrittmachern
  • künstliche Herzklappen
  • Metallprothesen
  • Gefäßclips
  • Gefäßstützen in Schlagadern (sog. Stents)
  • Hörgeräten
  • Insulinpumpen
  • Granatsplittern
  • Herz- oder Gehirnoperationen

Lungenveränderungen sind derzeit noch nicht ausreichend gut darstellbar, hier ist die Computertomographie besser geeignet. Bei Patienten mit "Platzangst" kann vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel gespritzt werden; dies muss vorher abgesprochen werden.

Vorbereitung

In der Regel nicht erforderlich.

Terminvereinbarung

Außer in Notfällen muss immer vorher ein Termin vereinbart werden.

Kostenübernahme

Diese Untersuchung ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen für Untersuchungen des Kopfes, der Gelenke und des Bauchraumes enthalten; Sie brauchen lediglich eine Überweisung.

Die Krankenkassen zahlen nicht oder nur nach Antrag auf Kostenübernahme durch den Patienten: MRT der Brustdrüse.